Am 20. August 2011 fand in der Schweiz
einer der härtesten Triathlons der Welt statt. Der Name
Inferno-Triathlon steht für das, was die Athleten bei diesem Wettkampf
zu erwarten haben.
Mit am Start des diesjährigen Inferno-Triathlons in der Schweiz waren
auch die zwei Kerpener Triathleten, Kerstin Althoff und Stefan
Schneider.
Der Triathlon fand in der Schweiz im Berner Oberland statt. Wie man
weiß, ist die Schweiz für ihre wunderschönen Berge bekannt, die hier in
den Mittelpunkt des Wettkampfgeschehens rückten.
Beim Inferno-Triathlon haben die Athleten eine Strecke von 3,1 km
Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und einem 25 km Berglauf zu
bewältigen. Beeindruckend sind hierbei die Höhenmeter, die jeder
einzelne Athlet schaffen muss.
Allein auf dem Rennrad gilt es Pässe mit 2145 hm zu erklimmen. Noch
steiler wird es auf dem Mountainbike, wo es auf 30 km 1180 Meter in die
Höhe geht und zum Schluss noch beim Berglauf mit 2175 Höhenmeter getoppt
wird. Ein Höhenprofil, das jedem Sportler schon beim Lesen den Schweiß
auf die Stirn treibt.
Die beiden Kerpener hatten sich vor gut einem Jahr entschieden an dieser
Herausforderung teilzunehmen und bereiten sich seitdem auf diesen
Saisonhöhepunkt vor. Beide sind erfahrene Triathleten auf der
Langdistanz und Kerstin Althoff hat bereits beim legendären Ironman
Hawaii gefinished. Irgendwann wuchs das Interesse, am Inferno-Triathlon
teilzunehmen und sich einer ganz neuen Herausforderung zu stellen.
Jedoch wie bereitet man sich in unseren Gefilden auf einen so extremen
Triathlon vor, wo selbst unsere Eifelberge noch als Flachland gelten!?
Es wurden also immer neue Strecken gesucht, um an die erforderlichen
Trainingskilometer und Höhenmeter zu kommen.
Zudem wurde ein
Trainingslager an der Wettkampförtlichkeit absolviert, welches
jedoch schnell zur Ernüchterung führte. Spätestens nach diesem
Trainingslager wurden die Ansprüche heruntergeschraubt und man
sprach nur noch davon im Zeitlimit anzukommen und das irgendwie.
Hierzu sollte man wissen, dass beim Inferno-Triathlon Zeitlimits
vorgegeben sind, zu welcher Zeit man welchen Streckenpunkt
passiert haben musste. Hat man dieses Zeitfenster nicht
erreicht, wird man sofort aus dem Rennen genommen, egal wie
viele Kilometer es noch sind. Dieses Zeitfenster müssen
eingerichtet werden, damit die Athleten sicher und bei
Tageslicht das Ziel auf dem Schilthorn erreichen.
Am Wettkampftag erwartete die Athleten dann eine andere
Überraschung. Das Schwimmen im See musste aufgrund zu starken
Windes aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Der Veranstalter
wollte die Sicherheit der Starter nicht gefährden. Die Starter
wurden mit Schiffen zur Radwechselzone verbracht, um dort direkt
mit dem Radfahren zu starten.Trotz des Windes hatte es Petrus
aber mit den Sportlern sehr gut gemeint. Bei strahlendem
Sonnenschein und zum Teil über 38 Grad mussten die Starter nun
die Berge erklimmen.
Nach dem Rennrad und dem Mountainbike kam der wohl schwierigste
Teil des Wettkampfes. 25 km galt es im Berg zu laufen. „Laufen“
war wohl hier zu viel gesagt. Eher mussten sich die Athleten als
„hochalpine Bergsteiger“ behaupten. Die letzten Kilometer gingen
nur noch über Gletschergestein, Gebirgsbäche und Klettersteige
bis hoch zum Ziel. An Laufen war hier nicht mehr zu denken. |
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Man darf sich nicht wundern, dass sich
in diesem Starterfeld die Favoritenrollen eindeutig bei den
bergerfahrenen Schweizern, Österreichern und Italienern befanden.
Umso mehr darf man gratulieren, dass Kerstin Althoff als siebte Frau die
Ziellinie überquerte und somit beste deutsche Starterin wurde.
Kerstin Althoff absolvierte die Strecke in einer Gesamtzeit von
10:14:35 h (Rennrad: 4:21.49 h; Mountainbike: 2:19.16 h und Laufen:
3:33.29 h). Mit dieser Zeit wurde sie Vierte in ihrer Alterklasse.
Auch Stefan Schneider schaffte die gefürchteten Zeitfenster und
erreichte nach 12:26.55 h (Rennrad: 4:16.54 h; Mountainbike: 2:43.23 h
und Laufen: 5:26.37 h) das Ziel und wurde 228. in Gesamtfeld der Herren.

Beiden Athleten kann man zu dieser
hervorragenden Leistung nur gratulieren und abwarten, welcher neuen
Herausforderung sie sich in den kommenden Jahren stellen werden.
Theo
Kings wieder vorne mit dabei
SSK Kerpen
Triathleten starten in Hückeswagen
Am Samstag dem 20.08.2011 fand der
diesjährige Hückeswagen Triathlon statt. Mit am Start befanden sich auch
zwei Triathleten des SSK Kerpen. Theo Kings und Axel Hachmann hatten
sich für diesen Tag vorgenommen, die Strecke von 2 km Schwimmen, 74 km
Radfahren und 21 km Laufen zu bewältigen.
Die Strecke führte sie durch das schöne
Bergische Land, über eine anspruchsvolle Radstrecke mit vielen
Anstiegen.
Auch das Wetter hatte es an diesem Tag
mit den Athleten gut gemeint und die Sonne gab an diesem Tag ihr Bestes.
Zunächst mussten die Athleten in der
Bevertalsperre schwimmen. Hier konnte man sich noch über das
erfrischende und sehr klare Wasser freuen. Danach ging es aufs Rad, um
vier Runden auf der doch recht anspruchsvollen Radstrecke zu bewältigen.
Nach den 74 km mussten die Athleten noch 21 km laufend durchhalten.
Glücklich und zufrieden erreichten
beide Triathleten das Ziel in Hückeswagen. Theo Kings sicherte
sich mit einer sehr guten Zeit von 5:04:21 h (Schwimmen 44:24 min;
Radfahren 2:21 h; Laufen 1:58 h) den zweiten Platz bei der NRW
Meisterschaft in der AK 60 (178 Gesamt) und stand damit wieder auf dem
Treppchen.
Axel Hachmann belegte den 122
Platz im Gesamtfeld in einer Zeit von 4:39 h (Schwimmen 35 min;
Radfahren 2:22 h; Laufen 1:42 h) und belegte damit in der AK 40 den 31
Platz.
Tina
Bartneck SSK Kerpen
Aikido-Trainingsangebot erweitert
Der SSK-Kerpen e. V. bietet zusätzliches Aikido-Training an. Neben dem
Training am Freitag von 19:00 - 21:00 gibt es auch mittwochs von 18:30 -
20:30 Aikido. Dieses Angebot startet direkt nach den Sommerferien
Aikido ist ein defensiver, moderner Kampfsport ohne Wettkämpfe.
Ursprüngliche Kampftechniken wurden so abgewandelt und weiterentwickelt,
dass sich weiche, runde und fließende Bewegungen ergeben. Dadurch
erscheint Aikido wie ein Tanz, nur handelt es sich hierbei um einen sehr
ästhetisch anmutenden ritualisierten Kampf.
Trainiert wird im Gymnastikraum der Halle 1 am Gymnasium Kerpen.
Trainer sind Albrecht Seip, 5 Dan Aikikai und langjähriger Schüler des
Aikikai-Bundestrainers Meister Asai sowie Volker Kirsch, 3. Dan Aikikai
und wiederum Schüler von Albrecht Seip.
Weitere Informationen zum Aikido gibt es bei der Geschäftstelle des
SSK-Kerpen, Tel. 02237/3272
Neue Dan-Träger im Jiu-Jitsu
Die Jiu-Jitsu-Abteilung des SSK-Kerpen meldet die erfolgreiche Teilnahme
zweier Sportler an der Zentralprüfung des Kodokan-Budo-Verbandes. Felix
Körner und Ilias Manolis haben ihr umfangreiches Können in der
traditionellen japanischen Selbstverteidigung überzeugend demonstriert
und so ihre Graduierung zum 1. Dan errungen.
Am Beginn der Prüfung steht die Vorführung einer Kata aus dem Judo. Kata
ist eine bis ins kleinste festgelegte Technikfolge. Ilias zeigte die
Nage-No-Kata, die Form der Würfe. Diese Kata besteht aus 15 Judo-
Würfen, die jeweils rechts und links ausgeführt werden. Felix wählte die
Ju-No-Kata, die sog. Form der Flexibilität. Hierbei wird in Zeitlupe
demonstriert, wie die Kraft des Angreifers ausgenutzt wird, um einen
Wurf anzusetzen.
Im Anschluss an diesen eher traditionellen Prüfungsteil ging es recht
handfest weiter mit der Verteidigung gegen die verschiedensten Angriffe,
wie gegen Schläge und Tritte, Würgeangriffe und Umklammerungen. Auch die
Abwehr von bewaffneten Angreifern gehört zum Repertoire. Felix und Ilias
zeigten ihr Können gegen Messer- und Stockangriffe sowie gegen
Bedrohungen mit der Pistole.
Die Krönung der Prüfung bildet die Abwehr freier Angriffe. Der Prüfling
weiß hierbei nicht aus welcher Richtung der nächste Angriff kommt und
auch nicht wie angegriffen wird. Dies erfordert hohe
Reaktionsschnelligkeit und absolute Sicherheit in der Anwendung der
Abwehrtechniken.
Am Ende konnten beide ihre Danprüfung aus den Händen des sehr
zufriedenen Prüfungsvorsitzenden Friedrich Böckhaus, selber Träger des
6. Dan Jiu-Jitsu, entgegen nehmen. Die beiden Prüfungsbeisitzer, Norbert
Tellermann und Hubertus Webert, beide 3. Dan, steuerten die schwarzen
Gürtel bei.
Der Schwarze Gürtel ist aber nicht nur eine Auszeichnung für eine
bestandene Dan-Prüfung. Er stellt auch die Aufgabe dar, sein Können
weiterzugeben. Daher verstärken die beiden ab sofort das inzwischen
8-köpfige Trainerteam um Claudia Schröder, die Abteilungsleiterin für
Jiu-Jitsu im SSK-Kerpen e. V.
